Ankunft in Cotonou
Cotonou, 9.5.2008
Tschacka, du schaffst es!!! Wir sind in Afrika und können es selbst kaum glauben. Die Eindrücke erschlagen einen regelrecht! Aber nicht nur hier, es fing ja schon gestern am Flughafen in Frankfurt an! An dieser Stelle einen lieben Gruss und ein grosses Dankeschön an Frau Evelyn Bollinger, die uns den Check-in am Flughafen in Deutschland so versüsst hat! Auch liebe Grüsse an Djibril. Es war schön dich mal wiederzusehen.
Der Flug mit Royal Air Maroc (Papa: Es war eine Boeing 700-737) nach Casablanca war schon ein Erlebnis für sich! Los ging es, natûrlich mit einer Stunde Verspätung und einem Flugzeug voller Marrokaner. Die angerosteten Tragflächen des Fliegers sind ein Muss für jeden Oldtimer-Liebhaber. Die blühende Exkrementenkultur auf der Flugzeugtoilette wird für Hobby-Biologen auch interessant (Gruss an Anna S. :-)). Nach 5 h Wartezeit im Transitbereich konnte es dann natürlich wieder mit Verspätung auch weiter nach Cotonou gehen. Ansonsten ist ein Flug mit Royal Air Maroc sehr zu empfehlen: Der Service stimmt; das Essen ist super und für den nachtflug gab es Baumwollsocken, Augenbinde fürs Schlafen, Kissen und Decke zum mitnehmen dazu. Angekommen in Cotonou traf uns erstmal der Schlag der Luftfeuchte und Hitze. Die 20 m vom Flieger zum terminal wurden wir (vielleicht wegen der Hitze?) mit dem Bus gefahren. Das Flughafenpersonal war sehr nett und hilfsbereit, hat allen die Koffer verladen und nach dem Befinden gefragt. Nur ein Zollbeamter wollte einen Scherz machen und eines unserer Gepäckstücke als Geschenk behalten. Wir konnten ihm aber schnell begreiflich machen, dass das früh um vier nicht mehr so lustig ist. Zu unserer Erleichterung hatte Monsieur Polet, unsere gute Seele von Taxifahrer, 1 1/2 h auf dem Flughafen gewartet. Nach einigem finanziellen Hin und Her und Aushandeln eines überhöhten Preises ging es dann zum DED-Gästehaus. Völlig durchnässt schliefen wir dann unterm Moskitonetz bis die ersten Vögel, Motorräder und Hühner sich bemerkbar gemacht haben. Nach dem Aufstehen und dem sinnlosen Unterfangen duschen zu gehen, und zu glauben, das helfe gegen das Schwitzen (31 Grad, 75 Prozent Luftfeuchtigkeit) kam das Erlebnis des Tages: Mototaxi fahren, auch Zem-Fahren genannt. Willkommen auf einem zusammengeschraubtem Motorrad ohne Helm auf den meist Schlaglochpisten Cotonous. Hier wird noch mit eigenem Benzingemisch gefahren, dessen Gestank sich auf den Strassen, wo Bürgersteige gleich Strassen, Fahrbahnbreiten, Ampeln, Abstandhalten und Vorfahrt irrelevant sind, ausbreitet. Für umgerechnet 1 Euro konnten wir alle ausgelassenen Funparks des letzten Jahres wettmachen! Ehrlich: Zem-Fahren rockt!!!
Ansonsten muss man sich hier auf den Strassen erstmal an die Blicke und dieses eigenartige Gefühl, das immer mitschwingt, gewöhnen, kann dafür aber Leute in Schuluniform, alter Tracht, landestypischer Kleidung oder westlichem Stil und Frauen mit grossen Schalen auf dem Kopf bewundern. Botschaft, Bank, Supermarkt, Apotheke, Handyladen ... nachdem wir alles abgeklappert hatten, waren wir echt geschafft, und sind nach einem netten langen Gespräch mit einer Schweizerin erstmal schlafen gegangen ... natürlich um dann völlig durchnässt wieder aufzuwachen!
Kommentare
Ola

Na da freut man sich doch, wenn die Damen gut in Afrika angekommen sind :-)! Sorry, Anna für die SMS hab nicht mehr gewusst, wann du fliegst :- 8. Und habs verpeilt, weil Ich zur Zeit ja selber im Urlaub bin Niederlande einfach nur geil kann ich sagen 2 Wochen traumhaftes Wetter und schön den ganzen Tag am Strand rumliegen :-)...
Bis bald,
LG Dat Nadine
Hey Eva, vielleicht hast du

Hey Eva,
vielleicht hast du es ja schon gemacht - aber nur zur Sicherheit noch mal der Hinweis: Du kannst den Link zu deinem Blog hier sehr fein an andere Leute weiterschicken. Die Adresse dazu kann man sich auch rech leicht merken: volunity.net/blogs/Name, wobei Name der von deinem Login ist. Ich denke, da werden auch deine Omas, Onkels und Tanten ihren Lesespaß haben.
Ach und per Feed können die das dann auch abonnieren. Wobei ich dir mal überlassen will einzuschätzen ob die Omas Tanten und Onkels das mit sich machen lassen....
hola mi querida hermana

schön das ihr angekommen seid. an die hitze und feuchte gewöhnt man sich. ich hab da so meine erfahrungen gemacht. kleiner trost, im dschungel wars noch schlimmer, da ist nicht mal die wäsche getrocknet (dafür dann im rucksack auf dem heimweg zur gastfamilie).
frage: welcher papa ist denn gemeint gewesen zwecks des flugzeugtyps?
ansonsten wünsche ich viel spass, werden mal so was voneinander hören.
gruss an alle
tu grande hermana jessi
Ich bin so froh

Liebe Anna-Janina, liebe Eva,
danke für den lebendigen Bericht, ich sehe es fast vor mir, alles was ihr erlebt erinnert mich an meinen August 2007 in Cotonou..
Aber Ihr beschreibt es so schön.
Ich habe auch aus Lokossa von Francis Info, dass Ihr gut in Codji angekommen seid und im UEA- Büro in Lokossa wart. Gut, seinen Internetanschluss habe ich auch einigemale genutzt.
Ich freue mich auf Eure nächsten Berichte, wünsche gutes Gelingen. Neugierig bin ich auch, wie Ihr mit A. Bosse klarkommt.
Liebe Grüße von Gerhard
afrika

Hallo meine kleine Große
Franz mußte gestern weinen, weil Du so weit weg bist..... Schön zu hören, daß es Euch gut geht.
Die Welt wird immer kleiner - und gefährlicher. Also paßt gut auf Euch auf. Grüße an Eva.
die annamama
Klingt nach einer atemberaubenden Zeit!

Ich möchte nicht behaupten, dass ein Bild nur annähernd soviel Gehalt in Deine Ankunftsbeschreibung legen könnte, so lebendig wie du berichtest. Gespannt auf einen visuellen Eindruck Deiner neuen Umgebung bin ich aber schon, muss ich zugeben.
hast du dich denn schon etwas an die hohe Luftfeuchtigkeit gewöhnt?
Viele liebe neugierige Grüße,
Fabian

